Die Mitte des Universums Ch. 50

Haziran 20, 2024 Yazar admin 0

Pornstar

50. Kapitel — Nguyet dilettiert in Prostitution

„Wann kann ich denn endlich mal die Hure spielen?” fragte Nguyet sofort, nachdem wir im Café unsere Getränke bestellt hatten.

Auf Englisch hatte das weniger drastisch geklungen; sie hatte ‚Hooker’ gesagt. Ich antwortete nicht gleich, da ich gerade dabei war, mir eine Zigarette anzuzünden.

„Wann Du willst: diese oder nächste Woche,” sagte ich dann.

Nguyet überlegte; vielleicht, was aufgrund ihres Menstruationszyklusses besser wäre, da wir wohl beide keine Lust auf Kondome hatten.

„Diese Woche wäre besser. Meine Eltern sind am Wochenende und am Montag danach nicht da. Aber montags muss ich arbeiten und Du sonntags, oder?”

Ich wurde sofort hellhörig, aber die Kellnerin kam gerade und stellte unsere Gläser auf den Tisch. Als sie wieder abgedampft war, nahmen wir erstmal einen Schluck, und ich zog noch einmal genüsslich an meiner Zigarette.

„Samstag ginge. Wo ist Dein Söhnchen?”

„Der fährt mit nach Quy Nhon,” was eine beliebte Küstenstadt war.

„Nguyet, Du arbeitest doch aber samstags,” fiel mir noch ein.

„Ja, eigentlich. Aber ich kann mir ja freinehmen. Ich hab’ noch ein paar Überstunden,” erwiderte sie.

„Unser Rollenspiel an der Schule letztens war geil, oder?” fragte ich Nguyet, um die Planung des nächsten — Nguyet als Bordsteinschwalbe — noch etwas hinauszuzögern.

Nguyet nickte über ihren Strohhalm hinweg und stellte das Glas ab.

„Ja, besser als ich gedacht hatte.”

Nachdem ich wohl etwas verdutzt gekuckt hatte, schob sie noch nach: „Na ja, ich habe das eher wegen Dir gemacht. Ich wusste, wie wichtig Dir das war. Aber, nee, war schön,” nickte sie noch einmal.

„Hey, erzähl mir mal, wie Cuong reagiert hat, als Du ihm einen Korb gegeben hast,” bat ich sie nun.

Nguyet hatte einen geschiedenen Mann kennengelernt, der sie heiraten wollte.

„Ach, na ja, er war natürlich enttäuscht und auch traurig. Ich hatte mir erst Sorgen gemacht, dass er ausfällig wird, verwöhnt, wie er ist; aber er hat mich nur mit seinen Dackelaugen angekuckt und ein paar Mal genickt. Dann stand er auf, legte das Geld für den Kaffee auf den Tisch und ging.”

„Na ja, es ist wahrscheinlich besser so,” war alles, was ich dazu sagen wollte oder konnte. Nguyet war 32, alleinerziehend und wohnte mit ihrem Sohn, der ein Jahr alt war, bei ihren Eltern. So sehr sie sich wünschte, verheiratet zu sein — es musste schon stimmen. Was sie mir letztens von Cuong erzählte hatte, war ja wirklich wenig anziehend, fand ich. Er suchte eine Frau, die im großen Haus seiner Eltern den Haushalt schmeißen würde. Das war nichts für Nguyet, die intelligent und fleißig war und wohl auch halbwegs gern in ihrer großen Gewerbeimmobilienfirma arbeitete. Sie verdiente dort wohl auch nicht schlecht.

„Hat meine Mutter Dich wieder mal auf Facebook kontaktiert?” fragte mich Nguyet nun.

Ihre Mutter hatte mir gestanden, dass sie Nguyet und mich manchmal beim Sex belauschte und nun uns einmal zusehen wollte. Nguyet und ich wussten allerdings nicht, wie wir das bewerkstelligen sollten. Ich fand es seltsam, das zu verabreden. Andererseits war ich ihrer Mutter dankbar, dass sie unsere Affäre unterstützte und uns ermöglichte, uns einmal aller zwei Monate oder so uns oben im Haus einem ausgedehnten Liebespiel hinzugeben.

„Einmal hat sie mir geschrieben, aber das war irgendwas Belangloses,” antwortete ich. „Sie hat noch nicht wieder davon angefangen, uns zusehen zu wollen,” schob ich noch nach.

„Naja,” seufzte Nguyet, „vielleicht verläuft sich das ja im Sande … sie hat Dich auch zu Hause lange nicht erwähnt.”

Nguyet schien nachzudenken, und ich steckte mir noch eine Zigarette an. Nun stand sie auf und ging aufs Klo. Ich sah ihr hinterher und bewunderte ihren kleinen Hintern und ihren beschwingten Gang. Sie trug ein blauweiß-gemustertes Sommerkleid und die flachen karierten Schuhe vom letzten Mal. Sie sah schön aus, wie immer, und wirkte gut gelaunt. Als sie wieder auf den Tisch zugelaufen kam, lächelte sie mich an und sagte, während sie sich setzte:

„Na, los, wir planen mal unser nächstes Abenteuer.”

Ich hatte Nguyet von dem grandiosen Nachmittag mit Tina erzählt, die ihrerseits sich in Saigon als Gelegenheitsprostituierte etwas hinzuverdienen wollte. Irgendwie hatte sich in Tina seit unserer Begegnung in Saigon im Februar, als ich dort aufs Konsulat gemusst hatte, die Idee entwickelt, in der Innenstadt Saigons sich nach netten Männern umzusehen, um mit ihnen dann, vielleicht einer kleinen Stadtführung, gegen Bezahlung in ein Hotel zu gehen. Wissend, dass es mit anderen Männern nicht dasselbe sein würde wie mit mir, hatten wir dennoch letzten Sommer mal einen Probelauf gemacht, der ihr ziemlich gefallen hatte. Ich hatte Nguyet davon erzählt, und nun hatte auch sie Feuer gefangen.

„Na ja,” begann ich, „so viel will ich da eigentlich gar nicht planen. Da gehen ja das Pikante und die Überraschungseffekte verloren.”

„Was soll ich denn zum Beispiel anziehen?” wollte Nguyet wissen. „Ich habe ja von diesen Dingen gar keine illegal bahis Ahnung,” gab sie zu.

„Nun, was Du sonst immer anhast, wäre der Situation irgendwie nicht angemessen, stimmt,” erwiderte ich erstmal. „Tina trug ein weißes Kleid, was aber gut passte, da es bei ihr ja um einen Nachmittag mit einem Touristen ging. Vielleicht musst Du Dir überlegen, in welche Rolle genau Du schlüpfen willst.”

„Jeans?”

„Hmh … richtig geile kurze Jeans, vielleicht? Obwohl: da würdest Du Dich doch nicht wohlfühlen, so durch die Stadt zu laufen, oder? Oder ein Stretch-Minikleid,” schlug ich im Gegenzug vor.

„Na ja, es ist Dezember und halbwegs kühl, und ich hab’ auch gar kein Mini-Stretchkleid. Stretch-Minikleid. Whatever. Und, ja, Ich kann mich natürlich nicht zu nuttig kleiden, wenn ich hier in unserer Kleinstadt unterwegs bin,” wand sie noch ein. „Meine Mutter würde ja die Augen rollen und mich fragen, ob ich anschaffen gehen wollte.”

„Die wäre doch aber gar nicht da, wenn Du Dich am Samstagnachmittag zu Hause zurechtmachst. Egal, ich glaube auch gar nicht, dass das so wichtig ist. Wenn Du, wie Tina, das so hinstellst, als ob das eine nette, willkommene Nebeneinnahme ist und kein Hauptberuf, kannst Du eigentlich alles aus-, ähm, anziehen.”

Sie lachte über meinen Freud’schen Versprecher und sagte zögerlich: „Na ja, ich denk’ noch mal drüber nach.”

Wie gesagt, wollte ich ihr nicht vorschreiben, was sie anziehen oder machen sollte. Genaugenommen war es ja auch nicht überaus wichtig, ob sie die Rolle richtig oder gut spielte. Wir kannten uns seit sechs Jahren und hatten so einige wunderbare Abenteuer miteinander erlebt. Letztlich war das Rollenspiel nur dazu da, etwas Abwechslung in unsere Affäre zu bringen. Es war ja nicht so, dass Nguyet, die eine gute Stelle hatte, zusätzliche Einnahmen brauchte und ich quasi ihr Übungsleiter war.

„Was gefällt Dir denn eigentlich so sehr an der Idee?” fragte ich sie aber dennoch.

„Irgendwie reizt mich die ganze Konstellation: Zum einen hat man als Nutte wohl ziemlich viel Macht. Man legt ja die Regeln fest, oder? Andererseits hätte ich schon Angst, geschlagen oder vergewaltigt oder von der Polizei erwischt zu werden. Was ich auch Scheiße finde, ist, dass man zwar die Regeln bestimmt, aber dann doch wieder nur die Regeln, wie man sich benutzten lässt. Und dennoch ist es wohl — wenn man Aufwand und Ergebnis betrachtet — ziemlich lukrativ. Ich kenne von meiner Unizeit zwei Studentinnen, die sich so locker ihr ganzes Studium finanziert haben.”

„Warst Du da manchmal neidisch?” wollte ich wissen.

Sie überlegte. „Jein. Ich konnte mir doch nie vorstellen, mich vor einem Mann auszuziehen oder mich anfassen zu lassen. Das ist natürlich, wie Du weißt, mittlerweile anders.”

„Na ja, ich arbeite samstags erst um halb Sechs abends. Sagen wir Sonnabend, gegen halb Drei?” fragte ich, da ich, wie gesagt, die ganze Aktion gar nicht bis ins Detail planen wollte.

„Ok. Und wo treffen wir uns?”

„Na ja, damit das Ganze realistisch ist, treffen wir uns ‚zufällig’ auf der Flaniermeile nahe der Hauptpost? Wo auf dem Mittelstreifen der Hung-Vuong-Straße die Bänke stehen?”

Nguyet nickte, und wir winkten die Kellnerin heran, um zu zahlen. Wir würden unsere Lust noch ein paar Tage aufsparen, obwohl zumindest ich schon versucht war, gleich heute mit Nguyet noch kurz zu ihr nach Hause zu fahren. Ihre Mutter hätte sich sicher auch gefreut. Aber wir mussten beide arbeiten.

****

Ich überlegte, was wir dieses Mal anders machen würden als damals mit Tina. Würde mir Nguyet vorschlagen, die Stadt zu zeigen? Na ja, dafür blieb am Sonnabend kaum Zeit, aber ein Kaffee wäre wohl drin. Was würde Nguyet anziehen, und wie würde sie das Ganze anfangen? In unserer Stadt gab es ein kleines Rotlichtviertel, interessanterweise direkt hinter der besten Oberschule der Stadt, aber dort waren Friseursalons die Tarnung, nicht Bars oder Massageläden. Dort konnte man auch auf der Straße junge Frauen ansprechen, aber natürlich konnte sich Nguyet nicht einfach unter die Mädels mischen. Genauso wenig, wie ich mich dort blicken lassen sollte.

Am Sonnabend setzte ich mich also auf eine der Bänke und sah dem Treiben der Stadt zu. Ich saß im Prinzip auf dem Mittelstreifen einer breiten Straße, der aber zu einer Art Park umfunktioniert worden war. Es saß sich durchaus kommod hier, auch, weil am frühen Nachmittag nur ein paar Motorräder vorbeifuhren. Wie ich Nguyet kannte, war sie sicher schon in der Nähe und beobachtete mich. Ich rauchte aber erst einmal eine, schaute mich um wie ein Tourist, und überlegte, wer ich heute sein wollte. Ja, vielleicht ein Ingenieur aus der nahen Chemiefabrik.

Als ich aufgeraucht hatte, sah ich Nguyet von weitem hier auf dem Mittelstreifen auf mich zugelaufen kommen. Sie trug mittelblaue Jeans und auch eine entsprechende Jacke mit hochgeschlagenem Kragen. Sie schien beim Friseur gewesen zu sein, denn ihr Haar war kürzer, etwa schulterlang, aber fülliger, als ob sie es mit Haarspray fixiert hatte. Als sie nähergekommen war, sah ich, dass sie hellroten casino siteleri Lippenstift etwas zu dick aufgetragen hatte — sicher mit Absicht — und große, runde Ohrringe trug. Auf der Nase hatte sie eine Sonnenbrille, an den Füssen schwarze schicke Absatzschuhe, und sie kaute Kaugummi. Über ihrer rechten Schulter trug sie beide Riemen eines Rucksacks. Ihr Gang war irre: selbstbewusst — eine Frau im Einsatz.

Nun lief sie aber erst einmal an mir vorbei, mich nicht weiter beachtend. Ich sah sie mir trotzdem genauer an, wie ich wohl jede attraktive Frau angeschaut hätte: eher unaufdringlich, aber doch auch ein bisschen so, dass sie es mitbekam. Ich schaute ihrem kleinen, beweglichen Hintern nach, der in der Jeans aufgrund der hohen Absätze spitze wackelte.

Überhaupt sah Nguyet in ihrem Denim-Outfit klasse aus: absolut nicht nuttig oder prollig, sondern sexy und elegant zugleich, wozu auch ihre scharfgeschnittenen Gesichtszüge beitrugen. Der Kontrast ihres dunklen Haares und der hellen Haut mit dem grellroten Lippenstift war auch schön. Über das Kaugummikauen konnte man sich wohl streiten, andererseits verlieh ihr das noch eine lässige Note, genau wie der Umstand, dass sie ihren Kragen aufgestellt und die Ärmel der Jacke leicht hochgerollt hatte.

Nun hielt sie vielleicht sechs, sieben Meter von mir weg an und drehte sich um. Sie schob ihre Sonnenbrille hoch auf ihr Haar und trat auf mich zu. Sie sah noch einmal auf ihr Telefon, das sie in ihrer linken Hand hielt, zog die Augenbrauen zusammen, und sah über die Straße. Dann fragte sie mich, gleich auf Englisch, ob ich wüsste, wo das Kamera-Geschäft wäre.

„Tut mir leid, ich bin nicht von hier. Da vorn ist aber ein Haufen Läden; das habe ich vorhin gesehen.”

„Na, ok, danke,” nickte sie und sah noch einmal kauend auf ihren Bildschirm.

Nun nahm sie den Rucksack ab, der auch schick aussah, und stellte ihn neben mich auf die Bank. Sie beugte sich nach vorn, aber gerade, als ich vielleicht ihr in den Ausschnitt hätte kucken können, stellte sie sich eher neben mich, drehte sich etwas und sah mich an.

„Hier ist ein Foto-Geschäft auf der Karte eingezeichnet, oder?” fragte sie mich, bevor sie mir ihr Telefon vors Gesicht hielt.

Ein leiser Parfümduft wehte von ihr zu mir, und ich lud sie ein, sich doch kurz neben mich zu setzten. Dann sahen wir gemeinsam auf die digitale Karte und ich sagte: „Ach, wissen Sie, hier wird so viel gebaut. Ich weiß nicht, wie akkurat solche Karten sind.”

Sie nickte und dankte mir. Nun wirkte sie etwas ratlos.

„Was möchten Sie denn kaufen?” fragte ich, um nicht unhöflich zu erscheinen und das Gespräch in Gang zu halten.

„Kaufen nicht, aber reparieren lassen. Meine Eltern haben eine gute Kamera, die aber schon lange ein bisschen kaputt ist,” spann sie den Faden weiter. „Sie sagten, Sie wohnen nicht hier?” hakte sie nun doch nach.

„Nein, ich wohne nahe der neuen Raffinerie, so 30, 35 Kilometer nördlich von hier,” sagte ich ihr, mit dem Daumen über meine Schulter in Richtung Norden zeigend. „Ich bin Ingenieur,” fügte ich noch an.

Nguyet nickte und lächelte. Ich sah auf ihre Füße und fand sie schnuckelig. Nguyet hatte die schönsten Achillessehnen, die ich kannte. Ich war schon lange versucht gewesen, sie mir mal genauer anzuschauen, aber irgendwie waren immer andere Details ihres Körpers dazwischengekommen. Ich bemerkte wieder einen Hauch von Parfüm und sah an ihr herauf: Ihre Jeansjacke war bis auf den obersten Knopf zugeknöpft wie ein Hemd, aber die Dezembersonne war heute auch nicht weiter stark. Gerade in dem Moment machte sie zufällig noch einen weiteren Knopf auf, und ich sah einen dunkelbrauen Saum, wie von einem T-Shirt, unter ihren Schlüsselbeinen, aber nicht mehr.

„Ich arbeite bei VSIP,” fuhr sie wahrheitsgemäß fort. „Da kommen Sie vorbei, wenn sie wieder nach Hause fahren.”

„Ja, das kenn’ ich,” nickte ich. „Ihr Englisch ist übrigens ausgezeichnet,” sagte ich ihr noch.

Sie bedankte sich für das Kompliment und fragte mich nach meinem Namen.

„Ben. Und ihrer?”

„Ich heiße eigentlich Nguyet, aber sie können mich ‚Lucky’ nennen. Es ist ja manchmal schwierig für Ausländer, vietnamesische Namen auszusprechen.”

Vietnamesinnen gaben sich manchmal poetisch-klingende Namen, gerade, wenn sie gut Englisch konnten. Rain, Sky oder Sea waren weitere Klassiker. Ob das eine tiefere psychologische Bedeutung hatte, vermochte ich nicht zu sagen. Aber vielleicht war es auch nur der immerwährende vietnamesische Pragmatismus, der oft vernünftige (Übergangs-) Lösungen ohne ideologischen Ballast schaffte.

„Lucky! Glauben Sie, dass Ihnen das Glück bringt?”

Nguyet lächelte zaghaft und zuckte mit den Schultern: „Ach, ich weiß nicht … vielleicht … haben Sie jetzt Zeit?” fragte sie mich nun ziemlich geradeheraus.

„Ein bisschen. Eine Stunde. Oder anderthalbe. Warum?”

„Wir könnten in ein Café gehen, vielleicht,” sagte sie nach kurzem Zögern. „Ich treffe selten jemanden, mit dem ich mein Englisch praktizieren kann.”

Nun, auch das war stimmig. Verständlicherweise poker siteleri wollte sie wohl nicht mit der Tür ins Haus fallen und mich einfach ‚aus der kalten’ fragen, ob ich sie ficken wollte. Wir waren ja nicht in Bangkok.

Nun hätte ich mich zieren könnte, aber ich wäre wohl auch mit einer wirklich fremden Frau erst einmal Kaffeetrinken gegangen, wenn ich Zeit und Lust gehabt hätte. So stand ich, ohne explizit zu antworten, einfach auf, während sie ihr Telefon in ihren Rucksack packte und ihn an beiden Riemen wieder lässig über eine Schulter nahm.

„Wo steht ihr Motorrad?” fragte sie mich.

Ich zeigte mit dem Kinn in Richtung Post: „An dem kleinen Denkmal da vorn.”

„Meins ist dort drüben. Ich komme vor zur Post. OK?”

Nguyet/Lucky setzte ihre Sonnenbrille wieder auf und drehte sich um 90 Grad. Dann hopste sie über das kleine Blumenbeet und lief schnurstracks in die kleine Seitenstraße drüben über der Hauptstraße hier. Ich ging die knapp 100 Meter zur Post allein, aber gerade, als ich mich dort auf meinen Ofen gesetzt hatte, bog Lucky schon um die Ecke und hielt neben mir.

„Kennen Sie ein schönes Café?” fragte sie mich noch schnell.

Ich schüttelte nur den Kopf.

„Na, kommen Sie, ich weiß, wo ein’s ist,” sagte sie rasch und fuhr gemächlich davon.

An der nächsten Ecke hatte ich sie schon wieder ein, aber sie fuhr nicht zu dem großen Café, wo unsere Affäre begonnen hatte und wo wir schon ein halbes Dutzend Mal gewesen waren, obwohl das auch in der Nähe war. Stattdessen bog sie in eine kleine Parallelstraße ein, die dafür bekannt war, mindestens fünf oder sechs Cafés zu beherbergen. Eines neben dem anderen. Überhaupt hatte unsere Stadt wohl für jeden Bürger einen Stuhl in einem Café. Vor dem vorletzten Laden hielt sie an und fragte mich, ob dieses Café hier ok wäre.

Ich nickte, und wir parkten nebeneinander. Sie suchte uns eine relativ dunkle Ecke aus, wo auch niemand weiter in der Nähe saß, und wir setzten uns. Sie bestand darauf, mit dem Rücken zum Rest zu sitzen, und so quetschte ich mich um den Tisch herum. Ich saß aber eh’ gern mit dem Rücken zur Wand, damit ich sehen konnte, was gespielt wurde.

Lucky hielt die Knie züchtig zusammen, drehte mir aber ihren linken Oberschenkel und die Seite ihres Hinterns zu. Ihre Jeans waren vielleicht sogar dieselben, die sie vor fünf, sechs Jahren immer auf Arbeit angehabt hatte, dachte ich. Dass die noch passten, war bemerkenswert. Klasse sah sie aus, wie sie kaugummikauend konzentriert auf die kleine Karte, die auf ein Holzbrettchen gestanzt war, schaute. Nguyet war einfach eine klassisch-schöne Frau, und wir würden heute vielleicht beide an uns neue Seiten entdecken.

Lucky fragte, was ich wollte, da sie ja davon ausgehen musste, dass ich kein Vietnamesisch sprach. Als die Kellnerin kam, bestellte sie für uns beide.

„So, sie arbeiten als Ingenieur bei der Raffinerie,” setzte sie unsere Unterhaltung fort.

„Ja, ich bin Anlagentechniker und Chemieingenieur, wie meine Eltern auch, übrigens.”

„Schön. Sind Sie schon lange in Vietnam?”

„Eineinhalb Jahre ungefähr.”

„Und? Gefällt es Ihnen hier?”

„Ach, na ja, es ist nicht schlecht. Viel ist nicht los, aber ich verdiene natürlich gut, und die Lebenshaltungskosten sind niedrig, wie Sie ja wissen.”

Nguyet räusperte sich und spielte mit den Knöpfen vorn an ihrer Jeansjacke. Sie machte gedankenverloren einen oder zwei auf, und fragte mich dann ein bisschen über meine Heimatstadt in Deutschland aus. Wie die Choreographie es verlangte, plauderten wir angeregt, und spannen Geschichten, von denen wir wussten, dass sie nicht wahr waren. Ab und zu nahm sie einen Schluck von ihrem Milch-Tee, und einmal schrieb sie eine kurze Nachricht. Nun setzte sie sich auf, nestelte wieder an den Knöpfen ihrer Jacke und machte die letzten beiden auf. Vielleicht war ihr mittlerweile warm geworden, leicht nervös, wie sie wohl war.

Die Kellnerin kam noch einmal, um Tee nachzuschenken, den es immer kostenlos dazu gab.

„Ben, ich war vorhin nicht ganz ehrlich mit Ihnen,” sagte Lucky, als die Kellnerin wieder fort war, und zog mit beiden Zeige- und Mittelfingern langsam ihre Jacke auf, erst unten am Bauch, aber dann auch über ihrer Brust.

Mich traf fast der Schlag! Unter ihre Jeansjacke hatte sie eine Art dunkelgraues Netzhemd, aber keinen BH. Ich blickte völlig sprachlos auf ihre kleinen, aber feinen Brüste mit den mittelgroßen, ovalen, dunkelbraunen Brustwarzen. Sie sah mir zu, wie sich meine Augen weiteten, sagte aber nichts. Mein Herz pochte mir bis zum Hals. Was sie gerade gemacht hatte, war unbeschreiblich lasziv und frech zugleich. Ich war gebannt von dem Augenblick, von dem Anblick ihres schlanken Oberkörpers mit den doch irgendwie recht groben, geilen Nippeln, und konnte meine Augen nicht von ihr wenden. Mir hatte es die Sprache verschlagen.

Nun, Nguyets Brüste waren mir nie großartig vorgekommen; sie waren klein, und ich hatte sie oft als nichtssagend abgetan, schön und interessant, wie Nguyet überhaupt war. Doch nun: wie ihre Nippel unter dem Netzhemd, zwischen der Knopfloch- und Knopfleiste ihrer Jeansjacke in unserer Ecke hier im Café wuchsen und sich unter meinem Blick versteiften, musste ich meine Meinung revidieren. Ihre Brüste waren irre schön. Ich schluckte mit trockenem Mund und nahm den letzten Schluck von meinem Kaffee.

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